Naturerlebniszentrum Maasholm
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Inhalt(de): Phän. Garten

Phänologischer Garten

Herzlich willkommen im Phänologischen Garten!
Wann blüht der Apfelbaum, wann sind die Johannisbeeren reif und wann verliert die Eiche ihre Blätter? Gibt es wirklich zehn Jahreszeiten? Kann man Klimawandel beobachten? Unser Garten gibt Antworten auf viele Fragen rund um das Thema Phänologie.

Besuchen Sie unseren phänologischen Garten und entdecken auch Sie: Phänologie macht Spaß und es lohnt sich, genau hinzusehen!


Was bedeutet Phänologie?

Die Phänologie beschäftigt sich mit den jährlich wiederkehrenden Entwicklungserscheinungen der Natur. Ob das Entfalten der ersten Blätter, der Beginn der Blüte, die ersten reifen Früchte oder der beginnende Blattfall - das Einsetzen jeder neuen Wachstumsphase wird in einem Kalender notiert. In früheren Jahrhunderten waren phänologische Daten vor allem in der Landwirtschaft von Bedeutung. Heute werden sie besonders zur Erforschung des Klimawandels herangezogen.

10 Jahreszeiten
Die Phänologie unterteilt Frühling, Sommer und Herbst in jeweils drei Jahreszeiten, so dass wir mit dem Winter auf insgesamt zehn Jahreszeiten kommen. Jede phänologische Jahreszeit beginnt mit einer typischen und gut sichtbaren Entwicklungserscheinung in der Pflanzenwelt. In unserem Phänologischen Garten können Sie an 10 Gehölzen alle Jahreszeiten beobachten!

Frühling
Im phänologischen Garten zeigen die stäubenden Hasel-Kätzchen und blühende Weidenkätzchen den Vorfrühling an. Wenn die Forsythien und Johannisbeeren blühen, beginnt der Erstfrühling. Im Vollfrühling blühen Flieder; Eberesche und Apfel, und die Eiche entfaltet ihre Blätter. Außerdem beobachten wir den Maitrieb der Fichte, nun treten die Nadeln aus.

Sommer
Am 1. Juni beginnt der meteorologische Sommer. Der astronomische Sommeranfang fällt auf die Sommer-Sonnenwende am 21. Juni. Für die Phänologen beginnt mit der Blüte des Schwarzen Holunders der Frühsommer. Jetzt blühen die Gräser, und die Heuernte beginnt. Wenn im Garten die Johannisbeeren reifen, hat der Hochsommer Einzug gehalten. Die Getreideernte beginnt mit dem Schneiden des Winterrapses. Im Spätsommer reifen die Früchte der Eberesche. Die Getreideernte ist weitgehend abgeschlossen; und die zweite Heuernte findet statt.

Herbst und Winter
Der meteorologische Herbst beginnt immer am 1. September. Dagegen fängt der astronomische Herbst zum Zeitpunkt der Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche. Diese fällt auf den 22. oder 23. September. In der Phänologie beginnt der Frühherbst, wenn die Holunderbeeren reifen. Birnen und Zwetschgen werden nun geerntet. Wenn sich die ersten Blätter an den Bäumen verfärben, sprechen wir vom Vollherbst. Jetzt reifen auch die Eicheln und späte Apfelsorten. Es beginnt die Aussaat des Wintergetreides. Im Spätherbst verliert die Eiche ihre ersten Blätter. Das Wintergetreide geht auf und die Vegetationsperiode geht ihrem Ende entgegen. Der phänologische Winter geht ungefähr von Ende November/Anfang Dezember bis Mitte/Ende Februar.

Das Aufgabengebiet der Phänologie gehört zum Deutschen Wetterdienst. Er sammelt die ermittelten Daten und bereitet sie für die unterschiedlichsten Nutzer auf. Bundesweit gibt es viele ehrenamtliche Beobachter, die ihre Naturbeobachtungen an den Wetterdienst melden. Wenn auch Sie Interesse daran haben, Ihre phänologischen Beobachtungen zur Verfügung zu stellen, nehmen Sie gerne Kontakt mit dem Deutschen Wetterdienst auf (www.dwd.de).

Der Phänologische Garten wurde gefördert durch den Förderverein des NEZ Maasholm und Bingo! Die Umwelt-Lotterie.

Internationale Phänologische Gärten

Für die Beobachtung der Vegetationsentwicklung wurden in ganz Europa Phänologische Gärten angelegt.

Hier wachsen genetisch identische Bäume und Sträucher. Um von phänologischen Daten auf Unterschiede im Klima schließen zu können, ist es sinnvoll, Pflanzen mit gleichem Erbgut an verschiedenen Orten zu beobachten. Auf diese Weise liefern die Gärten vergleichbare Daten aus unterschiedlichen Regionen.

Der Phänologische Garten im NEZ Maasholm ist als IPG Nr. 82 gemeldet.