Naturerlebniszentrum Maasholm
Ein idyllisches Kleinod zwischen Ostsee und Schlei

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Inhalt(de): Vorträge

Bereits seit vielen Jahren erfreut sich unsere Vortragsreihe am Dienstag Abend großer Beliebtheit! Wissenschaftler referieren in allgemein verständlicher Form über die Ergebnisse ihrer Forschungen.

Ort: NEZ Maasholm, Vortragsraum
Tag: Dienstag
Uhrzeit: 19.30 Uhr bis ca. 21.00 Uhr


Zu den Vorträgen ist die Zufahrt mit dem PKW erlaubt.
Eintritt frei, Spende erbeten

14. Juni 2016: Die Ostsee – zur geologischen Entwicklung eines Landschaftsraumes

Baden, Segeln, Surfen,  Wandern, Träumen –  zur Ostsee fühlen sich viele Menschen hingezogen. Doch der Ostseeraum bedeutet noch viel mehr: Er vereinigt Länder und Kulturen, er umschließt eine faszinierende Vielfalt unterschiedlicher Naturlandschaften, und er legt Zeugnis ab von einer sehr langen interessanten Entstehungsgeschichte. "Baltica" gehört zu den ältesten kontinentalen Schollen unserer Erde. Unsere Strandsteine  sind Zeugen von weit zurückliegenden Ereignissen im Werdegang unserer Erde. Dazu gehört zum Beispiel die Reise, die Baltica  vollzogen hat  vom Südpol über den Äquator bis in unsere Zone. Aussagekräftige Bilder und natürlich ein paar Steine werden uns helfen, einige markante Stationen in der komplexen "Biographie" unserer Region besser verstehen und vorstellen zu können.

Referentin: Hildegard Wilske, Eiszeithaus Flensburg

Di. 28. Juni 2016: Das Klima im Ostseeraum

Der Vortrag behandelt folgende drei Hauptfragen: Konnte man vor 20.000 Jahren in der Ostsee baden? War das Mittelmeer immer wärmer als die Ostsee? Wie warm wird die Ostsee in 100 Jahren sein?
Erklärt wird der Unterschied zwischen Wetter und Klima. Wie steuern die Atmosphäre und der Ozean das Klima? Der größte Vulkanausbruch der letzten 5.000 Jahre und seine Auswirkung auf unser Klima wird vorgestellt. Wie kann man Temperaturen rekonstruieren, die man nicht direkt gemessen hat? Was sind stabile Sauerstoffisotope und wie kann man diese messen und anwenden?

Referent: Dr. Nils Andersen, Leibniz Labor für Altersbestimmung und Isotopenforschung, Kiel

Di. 12. Juli 2016: Unterwasserarchäologie am Reesholm-Abschnitt des Danewerks in der Schlei

Im achten Jahrhundert wurde als Teil des Danewerks eine massive Befestigungsanlage errichtet, die eine Überquerung der Schlei verhindern sollte. Schon 1025 bei Baggerarbeiten entdeckt, wieder vergessen und in den 1990er Jahre intensiv untersucht, stellt diese Anlage heute das größte unterwasserarchäologische Denkmal Schleswig-Holsteins dar. Neue Untersuchungen eines internationalen Teams konnten Details der Konstruktionsweise klären und ermöglichten erstmals eine Rekonstruktion der Bauweise. Darüber hinaus konnten neue Teile der Anlage entdeckt werden, die sich jetzt auf eine Länge von 1,4 km erstreckt und zahlreiche neue Fragen aufwirft. Im Vortrag werden die Methoden und Ergebnisse der neuen Untersuchungen vorgestellt und unterschiedliche Interpretationsmöglichkeiten diskutiert.

Referent: Dr. Oliver Nakoinz, Institut für Ur- und Frühgeschichte, CAU Kiel

Di. 26. Juli 2016: Vogelparadies Geltinger Birk

Die Geltinger Birk bietet durch die Vielseitigkeit der Naturlandschaften und durch die neue kontrollierte Wiedervernässung jährlich über 200 Vogelarten einen Lebensraum.
Erfahren Sie in einem reich bebilderten Vortrag, welche typischen Arten vertreten sind und welche Vögel sich speziell auf den Vernässungsflächen und künstlichen Brutinseln eingefunden haben. Es werden seltene Rastvögel, aber auch häufige und bekannte Brutvögel gezeigt. Außerdem ziehen im Frühjahr & Herbst jährlich Hunderttausende Vögel über die Birk.

Referent: Michael Fischer, Schutzgebietsbetreuer Geltinger Birk (NABU Ostangeln)

Di. 09. Aug 2016: Die Arktis - ein Lebensraum verändert sich

Die Arktis erfährt derzeit durch die Klimaerwärmung tiefgreifende Veränderungen des Lebensraumes. Welche Gründe gibt es für diese Veränderungen und was sind die Folgen, auf die sich Pflanzen und Tiere einstellen müssen? Forscher beobachten an Land und im Meer sowohl Neubesiedlungen als auch Rückzüge verschiedener Arten, die sich an die neuen Lebensbedingungen anpassen oder aber ihre alten Lebensräume aufgeben. Wie ist es einzelnen Arten möglich, sich durchzusetzen? Und warum haben es andere schwer, sich an neue Bedingungen anzupassen? Ein wesentliches Problem ist die Geschwindigkeit der Veränderungen, was Pflanzen und Tiere vor schwere Aufgaben stellt und vielerorts Neuorganisationen im Ökosystem zu Folge hat.

Referent: Prof. Dr.Manfred Bölter, Institut für Ökosystemforschung, Uni Kiel

Di. 23. Aug 2016: Das Leben in einem Tropfen Meerwasser

Die riesigen Ozeane auf unserem Planeten beheimaten eine Vielzahl klitzekleiner Mikroorganismen. Sie sind mit dem bloßen Auge zwar nicht zu erkennen, spielen aber für Prozesse im Ozeane und in der Atmosphäre und somit für das Klima eine herausragende Rolle. In einem einzigen Tropfen Meerwasser tummeln sich neben Mikroalgen und tierischem Plankton hunderte verschiedene Bakterienarten. Sie ernähren sich von totem organischem Material, verbrauchen Sauerstoff und produzieren das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid. Andere potenzielle Treibhausgase werden von Bakterien abgebaut, bevor sie in die Atmosphäre gelangen. Die Aktivität und das Wachstum von Bakterien werden stark durch die herrschenden Umweltbedingungen beeinflusst. Immer mehr Studien deuten darauf hin, dass menschliche Einflüssen durch den Klimawandel aber auch Überdüngung der Meere die komplizierten Abläufe in jedem Tropfen Meerwasser verändern werden. Die daraus resultierenden Folgen für die Ozeane und das Klima können wir bisher nur abschätzen.

Referentin: Dr. Sonja Endres, GEOMAR | Helmholtz Centre for Ocean Research Kiel

Di. 06. Sep 2016: Das Küstenforschungsprojekt GeoHab-BALDESH

GeoHab-BALDESH, eine Forschungskooperation zwischen dem Institut für Geowissenschaften (CAU Kiel) und dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR), befasst sich mit flächendeckenden Aufnahmen der Oberflächensedimente in Flachwasserbereichen der schleswig-holsteinischen Ostseeküste. Beginnend vom Strand wird die Meeresbodenoberfläche bis in circa 15 Meter Wassertiefe mit hydroakustischen und optischen Methoden detailliert aufgenommen. Dabei stehen Steinvorkommen im Fokus der geologischen Forschung, die sowohl die Stabilität des Meeresbodens erhöhen, als auch wertvolle Lebens- und Besiedlungsräume für marine Organismen darstellen. Diese Steinvorkommen wurden bis zu Beginn der 1970er Jahre durch die kommerzielle Steinfischerei stark reduziert. Im Rahmen der Untersuchungen wird eine Bestandsaufnahme der Steinvorkommen im Flachwasser durchgeführt sowie, gemeinsam mit dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, ihre Funktion als Lebensraum bewertet.

Referentin: M.Sc. Gitta von Rönn, Doktorandin am Institut für Geowissenschaften, Uni Kiel

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Unser NEZ Freigelände ist ein ganzjährig geöffneter ministeriell anerkannter Naturerlebnisraum (NER).

 

Unsere Ausstellung ist geöffnet von Ostern bis Ende Oktober täglich 10.00 - 17.00 Uhr