Naturerlebniszentrum Maasholm
Ein idyllisches Kleinod zwischen Ostsee und Schlei

Gehe zu:

Aktuelle Position

Startseite

 

Inhalt(de): Vorträge

Bereits seit vielen Jahren erfreut sich unsere Vortragsreihe am Dienstag Abend großer Beliebtheit! Wissenschaftler referieren in allgemein verständlicher Form über die Ergebnisse ihrer Forschungen.

Ort: NEZ Maasholm, Vortragsraum
Tag: Dienstag
Uhrzeit: 19.30 Uhr bis ca. 21.00 Uhr


Zu den Vorträgen ist die Zufahrt mit dem PKW erlaubt.
Eintritt frei, Spende erbeten

© Lennart Bendixen

Di. 11. Juni 2019: Von jagenden Milben und balzenden Schmetterlingen

Referent: Lennart Bendixen, Mohrkirch

Wie viele Tierarten kann man eigentlich in einem Garten finden? Das war die Ausgangsfrage, die zu einer jahrelangen intensiven Auseinandersetzung mit der heimischen Fauna und den Bedingungen für ein artenreiches Grundstück führten. Lennart Bendixen zeigt die interessantesten Lebensweisen und Situationen, die er im extensiv gepflegten, totholzreichen Garten in Mohrkirch beobachtet und fotografiert hat und beleuchtet diese mit ökologischen Hintergründen. Den Schwerpunkt bilden hierbei die kleinen und eher unbekannten Tierarten, die oftmals gar nicht wahrgenommen werden.

 

Di. 25. Juni 2019: Können wir die Ziele des Pariser Klimaabkommens noch erreichen?

Referent: Prof. Dr. Ulf Riebesell
GEOMAR | Helmholtz Centre for Ocean Research Kiel

Ende 2015 einigten sich alle Staaten im Pariser Klimaabkommen darauf, die globale Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad und möglichst auf maximal 1,5 Grad zu beschränken. Im Oktober 2018 legte der Weltklimarat einen Sonderbericht vor, der zeigt, dass das 1,5-Grad-Ziel noch erreichbar ist, aber nur wenn die von Menschen verursachten CO2-Emissionen ab 2020 drastisch sinken und ab Mitte diesen Jahrhunderts netto null sind. Wie würde der Weg dorthin konkret aussehen und welche Maßnahmen sind dafür erforderlich?.

 

© Dr. Erich Lüthje

Di. 09. Juli 2019: Galapagos unter unseren Füßen – Pflanzen der Pflasterritzen

Referent: Dr. Erich Lüthje, Kiel

Unter unseren Füßen halten es auf den Bürgersteigen nur wenige hartgesottene Pflanzenarten wie etwa Wegerich, Löwenzahn, Vogelknöterich und Moos aus. Bei mikroskopischer Untersuchung zeigen sie durchaus überzeugende Baumerkmale, und rasch ist die "Anpassung an den Lebensraum" als Erklärung zur Hand. Aber sind es tatsächlich Spezialitäten von Spezialisten? Und warum gibt es nur so wenige Arten in den Pflasterfugen? Muss man auch die Frage nach der Evolution des Bürgersteigs und des Fußgängers ventilieren? Kurzum - Ökologie und Evolution unserer Fugenpflanzen sind ein sehr spannendes Thema. Zugleich ist ihr anatomisches Innenleben ästhetisch durchaus sehenswürdig! Am Ende wird auch ihre geringe Anzahl verständlich - die Lösung dürfte verblüffen!

Di. 23. Juli 2019: 40 Jahre Stiftung Naturschutz SH – Rückblick und Ausblick

Referent: Dr. Walter Hemmerling
Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein

Das Artensterben schreitet rasant voran. Ist der Aufbau einer Grünen Infrastruktur das heilende Gegenmittel? Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein ist seit 40 Jahren in Deutschland die Vorreiterin beim Aufbau der Grünen Infrastruktur. Aber wie viel Fläche brauchen wir, um das Überleben der heimischen Arten zu sichern und wie müssen diese Flächen aussehen? In den 40 Jahren ist es der Stiftung Naturschutz gelungen, in Schleswig-Holstein 300 Schutzgebiete mit einer Fläche von über 36.000 ha zusammenzukaufen. Damit hat sie einen großen Teil der Biotopverbundplanung des Landes realisiert. Aber ist es auch gelungen, einen Kontrapunkt gegen den Verlust von Arten zu setzen? Ausgehend von den Erfahrungen aus 40 Jahren Aufbauarbeit soll die Bedeutung eines Biotopverbundes für Natur und Menschen beleuchtet und ein Einblick in die vielfältigen Stiftungsprojekte gegeben werden.


Di. 06. August 2019: Meeresspiegelveränderungen im Bereich der Schleimündung

Referent: Prof. Reinhard Dieckmann, Arnis

Der beobachtete langanhaltende Meeresspiegelanstieg führt zu einer landwärtigen Verschiebung der Küstenlinie und hat damit einen unmittelbaren Einfluss auf den Siedlungsraum der Küstenbewohner. Anhand von Diagrammen wird die Entwicklung des mittleren Wasserstandes an den Pegeln Kappeln und Schleimünde dargestellt. Eine Einordnung der Wasserstandsentwicklung im Bereich der Schleimündung erfolgt im überregionalen Vergleich anhand der mehr als 190-jährigen Wasserstandsdatenreihe für den Pegel Travemünde, der in Schleswig –Holstein als Referenzpegel gilt. Wie haben sich die Häufigkeit von Extremereignissen (Sturmhochwasser und Sturmniedrigwasser) und insbesondere deren Scheitelwasserstände verändert? Und welche Flächen zwischen Kappeln und Schleimünde würden während eines derartigen Ereignisses überflutet werden?

Di. 20. August 2019: Von Gold und Sargnägeln – Ausgrabungen im Flachgräberfeld von Haithabu

Referent: Dr. Sven Kalmring
Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie, Schloss Gottorf

Die große Attraktion in der Museumssaison 2017 war die archäologische Ausgrabung im historischen Gelände nur wenige Meter von den Wikinger Häusern entfernt. Der finnische Archäologe Helmer Salmo öffnete 1939 eine 6,5 x 5 m große Fläche inmitten des Flachgräberfeldes von Haithabu. Hier barg er mehrere spektakuläre Metallfunde. Eiserne Sargnägel in den oberen Schichten deuteten auf zerstörte Sarggräber hin. Wegen des Kriegsausbruchs musste Salmo die Grabung schon nach 14 Tagen überstürzt beenden. Die Altgrabung wurde 2017 wieder geöffnet, um die damals dokumentierten Funde zu überprüfen und weitere Gräber zu untersuchen. Gefundenes Skelettmaterial wird nun mit modernen Methoden untersucht. Wie war die späte Bevölkerung in Haithabu zusammengesetzt? Wo kam sie her, wie waren ihre Verwandtschaftsbeziehungen? Reiche Funde illustrieren die wohlhabende Kaufmannschaft aus dem späten Haithabu im Übergang von Heiden- zum Christentum.

 


Di. 03. Sept. 2019: Atemnot im Ozean

Referent: Dr. Florian Schütte
GEOMAR | Helmholtz Centre for Ocean Research Kiel
 

Von gelöstem Sauerstoff im Meerwasser lebt das größte Ökosystem der Erde. Alarmierend hierbei ist, dass der Sauerstoffgehalt der Ozeane stetig abnimmt. In einigen Bereichen des Ozeans hat der Sauerstoffgehalt um bis zu 40 % abgenommen. Ist der Sauerstoff im Meereswasser aufgebraucht, kann es im Extremfall zur Produktion von toxischen Gasen kommen. Somit ist der fortwährende Verlust von Sauerstoff aus dem Ozean eine zunehmende Bedrohung für das marine Leben. Die Ursachen des Sauerstoffverlustes liegen zum einem in der globalen Erwärmung. Je wärmer das Meerwasser ist, desto weniger Sauerstoff kann im Wasser gebunden werden. Auch die Verschmutzung durch Überdüngung und Abwässer erhöhen den Sauerstoffbedarf durch verstärkte biologische Produktion und den Sauerstoffverbrauch beim Abbau organischen Materials. Die Sauerstoffabnahme der Ozeane beschleunigt wiederum die globale Erwärmung durch eine verstärkte Produktion von Treibhausgasen unter sauerstoffarmen Bedingungen. Somit wird sich das Problem der Sauerstoffabnahme voraussichtlich weiter verstärken.

 


Aktuelles Wetter


NEZ Aktuell

Unser NEZ Freigelände ist ein ganzjährig geöffneter ministeriell anerkannter Naturerlebnisraum (NER).

 

Unsere Ausstellung ist geöffnet von Ostern bis Ende Oktober täglich 9.00 - 18.00 Uhr, das Außengelände ist ganzjährig zugänglich.