Naturerlebniszentrum Maasholm
Ein idyllisches Kleinod zwischen Ostsee und Schlei

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Inhalt(de): Vorträge

Bereits seit vielen Jahren erfreut sich unsere Vortragsreihe am Dienstag Abend großer Beliebtheit! Wissenschaftler referieren in allgemein verständlicher Form über die Ergebnisse ihrer Forschungen.

Ort: NEZ Maasholm, Vortragsraum
Tag: Dienstag
Uhrzeit: 19.30 Uhr bis ca. 21.00 Uhr


Zu den Vorträgen ist die Zufahrt mit dem PKW erlaubt.
Eintritt frei, Spende erbeten

Di. 12. Juni 2018: Aus den Augen - aus dem Sinn? Eine Bestandsaufnahme der Munition in der Ostsee

Referentin: M.Sc. Mareike Kampmeier
GEOMAR | Helmholtz Centre for Ocean Research Kiel

Etwa 300.000 Tonnen konventionelle Munition und 5.000 Tonnen Chemiewaffen wurden während und nach dem zweiten Weltkrieg in die deutschen Gewässer der Ostsee gebracht. In den Seekarten sind die Munitionsversenkungsgebiete aufgeführt, doch ihr tatsächlicher Inhalt und Umfang unter Wasser ist kaum bekannt. Fischerei und Offshore-Energie, Seefrachtverkehr und Tourismus können durch die Überreste des letzten Krieges beeinflusst werden.
Kieler und Rostocker Wissenschaftler arbeiten zusammen, um ein exemplarisches Versenkungsgebiet vor unserer Haustür zu untersuchen. Ziel ist es, ein Verfahren zu entwickeln, mit dem sich entsprechende Gebiete überwachen und ihr Einfluss auf die Umwelt einschätzen lässt.

 

Di. 26. Juni 2018: PlanktonID – puzzeln für die Meeresforschung

Referent: Dr. Rainer Kiko
GEOMAR | Helmholtz Centre for Ocean Research Kiel

Wo in der Wissenschaft viele Augen und verteilte Beobachtungen benötigt werden, ist Citizen Science quasi ein Muss. „PlanktonID“ hat das Ziel, Millionen von Bilder einer speziellen Unterwasserkamera zu identifizieren, um die globale Verteilung von Planktonorganismen und ihre Rolle im Kohlenstoffkreislauf besser zu verstehen. Bei dieser Mammutaufgabe können Sie helfen: Auf der Webseite https://planktonid.geomar.de können Sie sich registrieren und wie bei einem Memory-Spiel Bilder vergleichen und bestimmten Planktongruppen zuordnen. Nebenbei erhalten Sie Informationen über die Bedeutung der Planktonorganismen und den Stand der Forschung. Mittlerweile hat „PlanktonID“ knapp 400 Mitspieler, die mehr als drei Millionen Fotos sortiert haben. Dr. Kiko wird Konzepte der Bürgerbeteiligung darstellen und auf einige Citizen Science Projekte mit Bezug zum Meer eingehen.

 

Di. 10. Juli 2018: Biene Majas Schwestern - Wildbienen am Haus und im Garten

Referent: Dr. Erich Lüthje, Kiel

"Wild"bienen heißen Honig-Biene Majas Schwestern nur, weil sie nicht wie jene zum wohlbehüteten Haustier geworden sind. Sie führen ihr völlig friedliches und nicht minder nützliches Leben auch im häuslichen Umfeld und lassen sich dort leicht ansiedeln. Allen voran die Mauerbiene (Osmia rufa), die geeignete Löcher und Spalten an allen möglichen Orten besiedelt. Besser noch, man bietet ihr und ihrer Verwandtschaft leicht anzufertigende Wohngelegenheiten an. Dann kann sich in diesen Nisthilfen ein vielfältiges Leben entfalten. Weitere Arten siedeln sich an, Feinde und Parasiten stellen sich ein, und auch die Vogelwelt entdeckt hier neue "Futter"quellen.

© Janine Kamke

Di. 24. Juli 2018: Schwämme: die Methusaleme der Meere

Referentin: Dr. Beate Slaby
GEOMAR | Helmholtz Centre for Ocean Research Kiel

Schwämme sind am Meeresboden festsitzende Tiere, die von den tropischen Riffen bis in die Polarmeere zu finden sind. Gerade in den tiefen Ozeanen besiedeln Schwämme riesige Flächen des Meeresbodens, die sogenannten „sponge grounds“. Viele Aspekte dieser Ökosysteme sind noch unbekannt. Warum sind Schwämme in der Tiefsee so erfolgreich? Welche Mikroorganismen beherbergen sie? Wie können wir diese Ökosysteme schützen? Diese und weitere Fragen werden im Vortrag diskutiert.


Norwegisches Korallenriff©JAGO-Team, GEOMAR

Di. 07. August 2018: Auswirkungen des 'Globalen Wandels' auf das Leben im Meer

Referentin: Dr. Barbara Santer
GEOMAR | Helmholtz Centre for Ocean Research Kiel

Bevölkerungswachstum, Emissionen durch industrielle Nutzung fossiler Brennstoffe zur Energie- und Kunststofferzeugung sowie globaler Handel verändern gegenwärtig das Leben auf der Erde und haben schwerwiegende Auswirkungen auf unsere Meere. Mit der Handelsschifffahrt werden fremde Arten verbreitet, die natürliche Lebensgemeinschaften erheblich stören können. Der Anstieg von CO2 in der Atmosphäre führt zur Erwärmung und Versauerung der Meere und gefährdet dadurch empfindliche Arten, wie Korallen und Muscheln. Kunststofferzeugnisse landen derzeit in gewaltigen Mengen im Meer. Schildkröten, Vögel und Meeressäuger fressen Plastikteile oder verheddern sich darin und verenden so. Wir Menschen wiederum nehmen unseren Plastikmüll in Form von Mikroplastik mit unserer Nahrung auf. Anhand ausgewählter Beispiele und wissenschaftlicher Arbeiten aus dem GEOMAR erläutert die Referentin die Auswirkungen des ‚Globalen Wandels‘ auf das Leben im Meer.

Mount St. Helens

Di. 21. August 2018: Vulkane – Erschaffer, Bedrohung und GEOMARs heißestes Forschungsthema

Referentin: Dr. Karen Strehlow
Geomar – Hemholtz Centre for Ocean Research, Kiel

Vulkane sind Orte an der Erdoberfläche, an denen Lava austritt – mal in langsamen Lavaströmen oder kleinen Explosionen, mal in bis zu über 20 Kilometer hohen Eruptionssäulen. Vulkane sind nicht nur eine Gefahr für die Flugsicherheit, sie können ganze Landstriche verwüsten, Gebäude zum Einstürzen bringen und beeinflussen sogar das globale Klima. Die Feuerberge sind aber nicht nur bedrohlich. Sie erschaffen neues Land, bringen fruchtbare Böden hervor und sind nicht zuletzt einfach wunderschön.l

 


Di. 04. Sept. 2018: Plastik im Meer – Die Seekuh räumt auf

Referent: Dr. Rüdiger Stöhr
One Earth – One Ocean e. V.

Kunststoffe stellen in der Umwelt eine große Bedrohung für alle Lebewesen dar. Sie greifen auf unterschiedliche Art und Weise in das marine Leben ein. Dabei werden Kunststoffe in dem Sinne nicht abgebaut, sondern nur immer weiter zerkleinert, bis hin zum Mikroplastik. Der gemeinnützige Umweltverein One Earth – One Ocean e. V. entwickelt das Konzept der „Maritimen Müllabfuhr“, um Kunststoffe aus dem Meer zu sammeln und zu verwerten. Der Müllsammelkatamaran „Seekuh“ stellt dabei einen wichtigen Entwicklungsschritt dar und wird derzeit in Asien eingesetzt.

 


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Unser NEZ Freigelände ist ein ganzjährig geöffneter ministeriell anerkannter Naturerlebnisraum (NER).

 

Unsere Ausstellung ist geöffnet von Ostern bis Ende Oktober täglich 10.00 - 17.00 Uhr

 

 

 

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